Herzlich Willkommen im DenkRaum Sophienkirche! Der DenkRaum ist ein "work in progress" Projekt. Seit der Schlüsselübergabe 2020 wird er betrieben von der Bürgerstiftung Dresden – unterstützt nach Kräften von der Fördergesellschaft. Seine Entstehung ist ein kleines Wunder und Zeugnis der Kraft bürgerschaftlichen Engagements in Dresden.
Die Programmatik ergibt sich aus unseren Möglichkeiten: Wir stemmen die Öffnungszeiten dank der Einsatzbereitschaft unserer Ehrenamtlichen. Wir finanzieren den Betrieb aus Mitteln der Bürgerstiftung mit einer Unterstützung der Ehrlich’schen Schul- und Armenstiftung sowie den Museen der Stadt Dresden.
Der DenkRaum Sophienkirche versteht sich als Begegnungsort inmitten der Stadt. Er ist keine Kirche. Alle aktuellen Veranstaltungen, Vorträge, Workshops oder Lesungen, die im DenkRaum stattfinden, finden Sie auf dieser Stelle:
Wir möchten unbedingt "mehr" – und freuen uns, wenn sie uns unterstützen: mit Zeit, mit Spenden und mit Ideen.
Aktuelles
Hier finden Sie einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen.
Veranstaltungsüberblick
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Hier finden Sie die kommenden und wiederkehrende Veranstaltungen gepaart mit den wichtigsten Informationen:
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Bibel, Geschichte und Gegenwart auf Israelischen Briefmarken | 21. Mai - 21. Juni 2026
Die Wanderausstellung behandelt anhand von Briefmarken die Geschichte Israels und gliedert sich in drei Schwerpunkte: „Der biblische Hintergrund“, „Die Zeit der Leiden und Verfolgung“ und „Das neue Israel“. Sie kann zu den regulären Öffnungszeiten kostenlos besucht werden.
Veranstalter: Bürgerstiftung Dresden
Im Rahmen von "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026"
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Dresdner Museumsnacht | 20. Juni, 18 - 24 Uhr
Erkunden Sie den DenkRaum Sophienkirche bei Nacht und genießen Sie dabei ein vielseitiges Programm.
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Glaube in Russland in Zeiten des Krieges | 23. Juni, 16 Uhr
Erzbischof em. Dietrich Brauer war von 2014 bis 2022 Erzbischof der Ev.-Luth. Kirche in Russland (ELKR). Aufgrund kritischer Äußerungen zum russischen Überfall auf die Ukraine floh er mit seiner Familie nach Deutschland. Der einer russlanddeutschen Familie entstammende Brauer erklärt die Haltung von Juden und Christen in Russland zum Krieg gegen die Ukraine.
Eintritt: frei
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. in Kooperation mit Freundeskreis Dresdner Synagoge e. V.
Im Rahmen von "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026".
Veranstaltungskalender Tacheles
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Aktionstag - genialsozial | 30. Juni, 10 - 16 Uhr
An diesem Tag übertragen wir die Betreuung des DenkRaums an eine Gruppe Schüler:innen. Nach kundiger Einweisung dürfen sie alle Aufgaben übernehmen, die sonst unseren Ehrenamtlichen zufallen und dabei einen Einblick erhaschen, was die Arbeit in einer Gedenkstätte ausmacht.
Der Aktionstag findet sachsenweit statt und wird von der Sächsischen Jugendstiftung organisiert.
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Musikalische Nagelkreuzandacht | jeden Samstag, 15 Uhr
Im DenkRaum Sophienkirche findet einmal wöchentlich das Versöhnungsgebet von Coventry statt, meist mit musikalischer Begleitung durch Akademist:innen der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Musiker:innen der Evangelischen Musizierschule Dresden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit an einer Führung durch die Dauerausstellung teilzunehmen.
Nächster Termin:
- 20. Juni mit Dr. Christoph Münchow und Nika Oder (Flöte) von der Giuseppe-Sinopoli-Akademie
Eintritt: frei
DenkRaum Sophienkirche als Dresdner Nagelkreuzzentrum
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"Schüler:innen managen den DenkRaum" | jeden Montag*, ab 14 Uhr
Aktuell arbeiten Schüler:innen der Kulturwerkschule Dresden am Jugendgeschichtsprojekt "Spurensuche". Dabei setzen sie sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander und welche Orte in der Dresdner Altstadt dabei eine Rolle spielten. Währenddessen wird der DenkRaum geöffnet sein und die Schüler:innen übernehmen die Betreuung der Besucher:innen.
Eintritt: frei
*ausgenommen: Feiertage & Schulferien
Ausstellung - Bibel, Geschichte und Gegenwart auf Israelischen Briefmarken | 21. Mai - 21. Juni 2026
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Die Wanderausstellung beleuchtet anhand historischer Briefmarken die Geschichte Israels und ist thematisch unterteilt in die Schwerpunkte „Der biblische Hintergrund“, „Die Zeit der Leiden und Verfolgung“ und „Das neue Israel seit 14. Mai 1948“. Sie umfasst rund 50 Schautafeln im DIN-A3-Format mit insgesamt 88 stark vergrößerten originalen Briefmarken, ergänzt durch informative Erläuterungen sowie passende Bibelverse. Im DenkRaum Sophienkirche wird eine Auswahl dieser Schautafeln bis zum 21. Juni ausgestellt.
Am 21. Mai fand die feierliche Vernissage im Beisein von rund 30 Gästen statt. Pünktlich zum 5-Uhr-Glockenschlag begann Dr. Peter Kühn am E-Piano mit der musikalischen Umrahmung des Abends, woraufhin Harald Bretschneider das Publikum mit einigen Worten zur Geschichte des DenkRaums begrüßte. Es folgte ein weiterer musikalischer Beitrag, bevor schließlich Albrecht Kaul zu Wort kam, um die Entstehung und den Aufbau seiner Wanderausstellung zu erläutern. Den Abschluss bildete ein Sektempfang.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Albrecht Kaul gemeinsam mit dem Designer Bernd Drescher. Kaul engagierte sich bereits in der DDR in der christlichen Jugendarbeit und war von 1995 bis 2009 stellvertretender Generalsekretär des CVJM Deutschland in Kassel. Im Ruhestand entdeckte er die Philatelie als Leidenschaft und in Verbindung mit seiner Liebe zum jüdischen Volk entstand daraus die Idee zu dieser Ausstellung.
Mit der Ausstellung möchte Albrecht Kaul einen Beitrag zum besseren Verständnis Israels leisten und zugleich ein Zeichen für Toleranz und gegen Antisemitismus setzen.
Sie gastiert bis zum 21. Juni im DenkRaum Sophienkirche und kann während der regulären Öffnungszeiten besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: Bürgerstiftung Dresden
Im Rahmen von "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026"
Veranstaltungskalender Tacheles
Museumsnacht Dresden | 20. Juni, 18 – 24 Uhr
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Als fester Bestandteil unseres jährlichen Veranstaltungsprogramms ist die Museumsnacht ein besonderes Highlight. Sie bietet Ihnen als Besucher:innen die Möglichkeit, den DenkRaum bis spät in die Nacht zu entdecken und dabei ein vielseitiges Programm zu genießen.
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lUnser Programml
14 – 24 Uhr
offener DenkRaum (freier Rundgang durch die Dauerausstellung)
Abschlusspräsentation der Wanderausstellung "Bibel, Geschichte und Gegenwart auf Israelischen Briefmarken"
Vorstellung der Zwischenergebnisse unseres Jugendgeschichtsprojektes "Spurensuche in der Dresdner Altstadt zu Zeugnissen des Nationalsozialismus" (zeitweise mit Schüler:innen der Kulturwerkschule; genauere Informationen folgen)
15 Uhr
Nagelkreuzandacht mit Dr. Christoph Münchow begleitet durch Nika Oder (Flöte) von der Giuseppe-Sinopoli-Akademie
19 Uhr
Führung "Zur Geschichte der Sophienkirche und zum DenkRaum"
Dauer: 45 Minuten
21 Uhr
Führung "Zur Geschichte der Sophienkirche und zum DenkRaum"
Dauer: 45 Minuten
ab 22:30 Uhr
Musikalischer Ausklang mit der Evangelischen Musizierschule Dresden
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Für Informationen rund um den Ticketverkauf schauen Sie auf https://museumsnacht.dresden.de/de/tickets-und-tipps.php oder buchen Sie schon jetzt ihr Online-Ticket:
Klingende Stadt im DenkRaum Sophienkirche
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Rund 50 Besucher:innen kamen am 30. Mai in den DenkRaum Sophienkirche, um den Beitrag der Evangelischen Musizierschule Dresden zur „Klingenden Stadt 2026“ der Dresdner Musikfestspiele zu erleben. Trotz der erschwerten klimatischen Verhältnisse waren die Plätze gut gefüllt, und die Zuhörer:innen dankten mit großem Applaus.
Das etwa einstündige Konzert startete mit Beethovens Lied des Marmottenbuben und bot eine abwechslungsreiche Reise durch mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte. Solistische Beiträge und Ensembles wechselten einander ab und ließen die Klangfarben der verschiedenen Instrumente zur Geltung kommen. Dabei beeindruckte die Ausdrucksstärke der Fluch der Karibik-Titelmusik im Arrangement Klaus Badelts für drei Trompeten, kann aber nur beispielhaft für all die wunderbar gestalteten Einzelnummern stehen. Insgesamt boten die Schüler:innen und Lehrkräfte der Ev. Musizierschule ein überzeugendes Spiel mit großer Musikalität.
Vor dem abschließenden Stück Triga von Frigyes Hidas wurde unsere wöchentliche Nagelkreuzandacht gehalten. Das Versöhnungsgebet sprach Dr. Christoph Münchow, der die Orgel des DenkRaums gestiftet hat und unter dem Eindruck der soeben erklungenen Bachschen Musik, nicht umhinkam, kurz an dessen Sohn Wilhelm Friedemann zu erinnern. Dieser wurde 1733 als Organist der Sophienkirche angestellt und übernahm für über zehn Jahre das Spiel der großen Silbermannorgel. Leider fiel dieses Instrument auch den Folgen faschistischer Gewaltherrschaft zum Opfer und existiert heute nicht mehr. Auch deshalb setzt sich Münchow seit längerem für die Musikpflege im DenkRaum Sophienkirche ein.

Ein herzlicher Dank gilt Cornelia Kieschnik sowie allen beteiligten Schüler:innen und Lehrkräften der Evangelischen Musizierschule Dresden.
Die nächste Nagelkreuzandacht unter Mitwirkung der Ev. Musizierschule findet am 27. Juni um 15 Uhr statt, wozu wir herzlich einladen. Wer nicht bis dahin warten kann, sollte den DenkRaum zur Dresdner Museumsnacht einen Besuch abstatten. Gegen halb elf wird die Ev. Musizierschule mit dem musikalischen Ausklang des Abends beginnen.
DU - SAGEN
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Seit Anfang April werden im DenkRaum Sophienkirche Werke der jüdischen Künstlerin Marion Kahnemann gezeigt. Die Ausstellung findet im Rahmen des Jahres jüdischer Kultur in Sachsen 2026 statt und kann noch bis zum 18. Mai zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden.
Die Ausstellung
Der Titel der Ausstellung DU – SAGEN ergibt sich u.a. aus der Beschäftigung mit Martin Bubers philosophischem Konzept vom Dialogischen Prinzip, welches besonders in seinem Buch „Ich und Du“ seinen Niederschlag gefunden hat.
Marion Kahnemann arbeitet zum größten Teil mit Fundstücken, die von Menschen gemacht und von deren Gebrauch geprägt sind – jedes mit seiner eigenen Geschichte, weggeworfen von Menschen. Dabei geht es ihr darum, diesen Objekten ihren menschlichen Kontext zurückzugeben – auch, wenn es nun ein anderer ist. Daneben erkundet die Künstlerin die Möglichkeiten der Interaktion von Textlichem und Visuellem. Der Umgang mit Texten ist Teil eines längeren Prozesses, in welchem sie das Gefundene zueinander in Beziehung setzt. Das Gefundene kann Objekte, Materialien, Texte, Geschichten, Erfahrungen, Begegnungen, „Vergegnungen“ (Buber) oder auch nur einfache Entdeckungen während des Schaffens umfassen. Daraus ergibt sich eine Art Dia-,Tria- oder Tetralog – quasi ein Gespräch zwischen den verschiedenen Materialien, den Farben, Formen, Texten, Subtexten, ihr selbst, dem Betrachter usw. Dabei geht es in keinster Weise um eine Illustration der Texte!
Neben biblischen und rabbinischen Texten rückten in den letzten Jahren zunehmend die Lyrik und Prosa von Else Lasker-Schüler, Rose Ausländer, Yehuda Amichai und Peter Weiss ins Zentrum ihrer künstlerischen Auseinandersetzung.
In der Ausstellung geht es um eine Auswahl von Arbeiten zu obengenannten Autor:innen – Bei allen handelt es sich um jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, die sich in einer fremden Sprache und Umgebung zurechtfinden mussten und darin doch fremd blieben, außer vielleicht Yehuda Amichai, der zu einem der bedeutendsten hebräischen Lyriker avancierte.
In den gezeigten Arbeiten verbinden sich deren Texte mit Kahnemanns bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu einer kompositorischen Einheit. Teile dieser Arbeiten waren bereits in Ausstellungen in Dresden und Stockholm zu sehen.
Die Künstlerin
Marion Kahnemann lebt und arbeitet in Dresden, wo sie an der HfBK studierte und 1993 den Kunstförderpreis der Landeshauptstadt Dresden erhielt. Sie nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil, u.a. in Dresden, Berlin, Sofia, Erfurt, Suhl, Chemnitz, St. Petersburg, Wroclaw, Herzliya, Kiew, Basel, Uppsala, Stockholm, Oakland/Kalifornien und in Madison/Wisconsin.
2000-2001 studierte Marion Kahnemann in Paideia, dem Europäischen Institut für Jüdische Studien in Stockholm. Dieses Jahr war sehr anregend für ihr weiteres künstlerisches Schaffen. Mehrere ihrer Arbeiten wurden im öffentlichen Raum aufgestellt. 1998 baute sie einen Brunnen im Elsa-Fenske-Seniorenheim in Dresden. Im Jahr 2000 schuf sie eine Wandinstallation in einer Behinderteneinrichtung in Herzliya/Israel und 2002 in Paideia in Stockholm. 2001 entwarf sie ein Denkmal für die Deportationen der Dresdner Juden am Neustädter Bahnhof in Dresden und 2007-2009 „Drei Denkorte“, die sich mit der systematischen schrittweisen Ausgrenzung der Juden ab den 30-iger Jahren des 20. Jhd. in Dresden auseinandersetzen.
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Infos zur Ausstellung im Veranstaltungskalender des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen 2026
Die Ausstellung wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. in Kooperation mit der Bürgerstiftung Dresden veranstaltet und gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Der Eintritt ist frei.

DenkRaum Sophienkirche: ein Dritter Ort für Begegnung
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Der DenkRaum Sophienkirche ist aktiver Unterstützer der Kampagne "Dritte Orte für Begegnung" der Körber-Stiftung. Wie bereits über 50 engagierte Organisationen und Personen aus ganz Deutschland, haben wir das Statement "Dritte Orte sind für gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar" unterschrieben. Denn auch wir finden:
Begegnung passiert nicht zufällig. Sie braucht Räume, in denen Menschen einander begegnen können. Doch gesellschaftlicher Zusammenhalt steht zunehmend unter Druck. Polarisierung nimmt zu, digitale Kommunikation ersetzt persönliche Begegnung, Vertrauen geht verloren. Viele Menschen ziehen sich zurück – nicht aus Desinteresse, sondern weil Orte fehlen, an denen Gemeinschaft entstehen kann.
Genau hier kommen Dritte Orte ins Spiel. Sie schaffen Raum für Begegnung ohne Hürden, ermöglichen Teilhabe und machen Demokratie im Alltag erfahrbar. Damit sie diese Rolle dauerhaft erfüllen können, brauchen sie Sichtbarkeit, Unterstützung und verlässliche Strukturen – und Menschen, die ihre Bedeutung gemeinsam sichtbar machen.
Mehr zur Kampagne "Dritte Orte für Begegnung" und dem gemeinsamen Statement
Dresdner Gedenkweg am 13. Februar 2026
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Am 13. Februar findet der "Dresdner Gedenkweg" statt, der seit 2010 seinen Beitrag zum Erinnern an den 13. Februar und anderen einschneidenden Ereignissen der Stadtgeschichte leistet. Dabei werden zu verschiedenen bedeuteten Standorten kurze, authentische Lesungen mit zeitgenössischen Texten abgehalten. So kommen die Geschichten der einzelnen Stationen eindrucksvoll und nahbar zum Vorschein. Die Teilnehmer:innen werden dazu eingeladen, den Gedenkweg mit seinen Lesungen zu folgen, um so einen kleinen Anteil zur Dresdener Erinnerungskultur beizutragen. Der Gedenkweg startet um 18:15 Uhr unweit der Neuen Synagoge an der Gedenkstele für die zerstörte Alte Synagoge, im Anschluss an die Menschenkette.
Es werden folgende Stationen besucht:

Die Organisation des Dresdner Gedenkwegs übernimmt diesmal die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche e. V. und die Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche e.V..
Weitere Informationen zum Dresdner Gedenkweg 2026 finden Sie auf den Websites der Stadt Dresden und der Dresdner Frauenkirche.
Der DenkRaum Sophienkirche hat an diesem Tag von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Besuchen Sie uns gern oder nehmen Sie am Dresdner Gedenkweg teil.
"Neue Wesen in der Kapelle" - Rückblick auf eine Ausstellung
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Über die gesamte Adventszeit bis ins neue Jahr hinein beherbergte der DenkRaum Sophienkirche eine beeindruckende Ausstellung der Künstler:innen Thomas Reichstein und Dipa Doreen Wolff. Ihre gotisch inspirierten Bronzeplastiken lockten über eintausend Besucher:innen an und harmonierten wunderbar mit den gotischen Fragmenten, die im DenkRaum Sophienkirche erhalten sind. Mit der Finissage am dritten Januar fand diese Ausstellung einen würdigen Abschluss.
Wenn man im Dezember am DenkRaum Sophienkirche vorbeikam, vielleicht zwischen Weihnachtseinkäufen und Bummel auf den hiesigen Weihnachtsmärkten, dann bot sich statt der für die Winterpause üblichen Ruhe, ein völlig anderes Bild. Statt von außen nur mal einen Blick hineinwerfen oder den winterlichen Klostergarten besuchen zu können, wurde man freundlich im Innern willkommen geheißen. So war es nicht nur möglich, mit den Künstler:innen in den Austausch über ihre Arbeiten zu gehen, sondern daneben den DenkRaum und seine Geschichte selbst kennenzulernen.
Abschluss
Mit einer musikalisch untermalten Finissage beendeten die Künstler:innen mit Unterstützung des Cellisten Benni Cellini und dem letzten ausführenden Architekten des DenkRaums Sophienkirche Michael Athenstaedt ihre erfolgreiche Ausstellung am dritten Januar offiziell, bevor sich dann am sechsten Januar die Tore endgültig schlossen und die Winterpause mit zweimonatiger Verzögerung begann.
Dank
Der DenkRaum Sophienkirche bedankt sich herzlich bei den beiden Künstler:innen Dipa Doreen Wolff und Thomas Reichstein für ihr Engagement bei der Konzeptionierung der Ausstellung und der eigenständigen Betreuung der Besucher:innen, die sonst vor verschlossenen Türen gestanden hätten.
Rückblick: Konzert ZEITENSPRÜNGE der Konzertreihe BACH IN THE CITY 2025
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Am vergangenen Freitag zeigten Jan Katzschke (Cembalo) und Andreas "Scotty" Böttcher (Vibraphon) im DenkRaum Sophienkirche, dass klare Barockklänge und virtuose Jazzimprovisationen keine Gegensätze darstellen müssen.
Beide Musiker verbinden unterschiedliche Klangwelten. Katzschke ist fest in der Barockmusik verwurzelt, Böttcher schöpft seine Inspiration aus freier Jazz-Improvisation. Auf der Bühne wurden diese Gegensätze zur Inspiration füreinander, Alt und Neu traten in einen direkten musikalischen Dialog.
Jan Katzschke hatte einen großen Stapel Noten vor sich, darunter Werke von Johann Sebastian Bach, seinem Zeitgenossen Christian Petzold, dem damaligen Organisten der Sophienkirche, sowie weiterer namhafter Barockkomponisten. Aus diesem Repertoire wählte er spontan Stücke aus, zu denen Böttcher auf dem Vibraphon frei improvisierte. Für ihn ist Improvisation ein unmittelbares, erlebtes Musizieren, ein Dialog mit dem Raum, dem Publikum und der Musik selbst. In dieser Kombination von historischer Komposition und spontaner Interpretation entstanden Klangmomente, die sowohl vertraut als auch überraschend wirkten.
Das Zusammenspiel der beiden Musiker wechselte zwischen klar strukturierten barocken Passagen und Momenten freier Improvisation. Die Spielfreude und das handwerkliche Können beider Künstler machten den Abend lebendig und mitreißend. Das Publikum reagierte aufmerksam und mit lang anhaltendem Applaus. Den Höhepunkt bildete die Zugabe, bei der Cembalo und Vibraphon gemeinsam erklangen und den Abend harmonisch abrundeten.
Den Höhepunkt bildete die Zugabe, in der Cembalo und Vibraphon gemeinsam erklangen. Nach rund anderthalb Stunden endete das Konzert.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe BACH IN THE CITY 2025 von Kultur in Bewegung e.V..
Rückblick auf den Tag des offenen Denkmals® 2025
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Am 14. September 2025 war der DenkRaum Sophienkirche erneut Teil des bundesweiten Tag des offenen Denkmals®. Von 11 bis 19 Uhr nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die Geschichte der Sophienkirche in Ausstellungen, Führungen oder auf eigene Faust zu entdecken.
Ein Höhepunkt des Tages war die Gesprächsmöglichkeit mit Dr. Matthias Lerm, Leiter des Stadtplanungsamtes. Er gewährte tiefe Einblicke in die turbulente Aufbauzeit des zerstörten Dresdens in der jungen DDR und machte die kontroverse Debatte um den vollständigen Abriss der Sophienkirche anschaulich.
Besonders beeindruckend war zudem die Präsentation der Schülerinnen und Schüler der Kulturwerkschule Dresden mit ihrem Jugendgeschichtsprojekt „Spurensuche – Auf den Spuren des Dresdner Mönchsgarten“.
Musikalisch klang der Tag stimmungsvoll aus. Werke unter anderem von J. S. Bach wurden von Mitgliedern der Evangelischen Musizierschule dargeboten. Obwohl die neue Truhenorgel aus technischen Gründen pausieren musste, begeisterten Jacob Nydegger am E-Piano, Cornelia Kieschnik mit Gesang und Sebastian Schöne an der Trompete das Publikum.
Das diesjährige Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ begleitete den Tag auf besondere Weise. Es lädt dazu ein, über den Wert von Orten, Erinnerungen und Geschichte nachzudenken. Der DenkRaum Sophienkirche zeigt, dass der wahre Wert von Denkmalen nicht allein in ihrer Bausubstanz liegt, sondern in den Geschichten, Fragen und Dialogen, die sie für unsere Gegenwart und Zukunft eröffnen.
Ein großer Dank gilt unserem engagierten Ehrenamtsteam, ohne das dieser Tag nicht möglich gewesen wäre. Wir bedanken uns außerdem herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr zahlreiches Erscheinen und ihr großes Interesse. Sie haben den Tag des offenen Denkmals® zu einem besonderen Erlebnis gemacht.
genialsozial Aktionstag
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Am 24. Juni kamen etwa 25 Schülerinnen und Schüler zu uns in den DenkRaum Sophienkirche, um am genialsozial Aktionstag teilzunehmen. Für diesen Aktionstag wird man von der Schule befreit und hat die Möglichkeit für einen Tag in einen Beruf hereinzuschnuppern. Das verdiente Gehalt wird anschließend an gemeinnützige Organisationen gespendet. Im DenkRaum bekommen die Schülis zwar kein Gehalt, aber schenken uns ihre Zeit und ihr Engagement.
Vormittags nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Workshop teil um eine Wissensgrundlage über die Geschicht der Sophienkirche und des DenkRaums zu bekommen. Nach der Mittagspause wurden sie selbst tätig und übernahmen den Besucherdienst. Von der Sophienstraße lockten sie Menschen in den DenkRaum, es wurde eine kleine Umfrage durchgeführt, es entstanden Instagrambeiträge für die Seite @junger_denkraum und einige Schülis kümmerten sich um den Klostergarten und dokumentierten die Insekten, die dort ihre Nahrungsquelle gefunden haben.
Wir freuen uns, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler an diesem Tag die Zeit genommen haben und ihr Engagement in den DenkRaum gesteckt haben.
Rückblick auf die Museumsnacht Dresden 2025
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Im Dunkel der Nacht kamen Menschen in den DenkRaum, um mehr über die Geschichte der Sophienkirche zu lernen und die Atmosphäre eines Museums zu dieser Tageszeit zu spüren.
Ab 18 Uhr standen die Türen vom DenkRaum Sophienkirche für Besuchende offen. Bereits in der ersten Stunde hatten wir viele interessierte Menschen, die sich den DenkRaum genauer anschauen wollten. Anschließend ging es ab 19 Uhr mit der ersten Führung durch die Ausstellung „Wilder Wald am großen Fluss“ los. Viktor Geißler erzählte über die Elbauen in Dresden, was diese schädigte und wie versucht wird, die Elbauen in Stand zu halten beziehungsweise wieder aufleben zu lassen. Mit genug Zeit für Fragen hatten von dieser Führung nicht nur ökologisch interessierte Menschen etwas, sondern auch geschichtlich Interessierte, da die Geschichte der Elbauen weit in die Vergangenheit reicht und damals zudem das Stadtbild Dresdens mitprägte. Mit einer Führung von Dr. Frank Schmidt tauchten wir in die Kunstgeschichte der Sophienkirche ein, die wesentlich mehr bietet, als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet.
Während der zweiten Führung über die Elbauen ging langsam die Sonne unter und hüllte den DenkRaum in eine ruhigere, nächtliche Stimmung. Der letzte Programmpunkt der Museumsnacht war ein musikalischer Beitrag von Nika Oder von der Giuseppe-Sinopoli-Akademie, die auf der Flöte die Solosonate von Carl Phillipp Emanuel Bach, sowie „Voice“ von Töru Takemitsu spielte. Bis zum Schluss, als wir 24 Uhr die Türen des DenkRaum wieder schlossen, besuchten uns Menschen.
Vielen Dank für alle Besucher und für die Spenden. Wir freuen uns auf die nächste Museumsnacht.
Versöhnungsgebet von Coventry mit musikalischer Begleitung
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Jeden Sonnabend findet um 15 Uhr im DenkRaum Sophienkirche eine Nagelkreuz-Andacht mit musikalischer Untermalung mit Stipendiaten der Gisueppe-Sinopoli-Akademie statt. Zudem gibt es einige besondere Termine im Juni.
Termine:
- 30. August 2025 OLKR Dr. Christoph Münchow
- 6. September 2025 Pfrn. Ulrike Birkner-Kettenacker
- 13. September 2025 OLKR Dr. Christoph Münchow
- 20. September 2025 Gloria Ziller
- 27. September 2025 Pfrn. Ulrike Birkner-Kettenacker
- 4. Oktober 2025 Gloria Ziller
- 11. Oktober 2025 Pfrn. Ulrike Birkner-Kettenacker
- 18. Oktober 2025 OLKR Dr. Christoph Münchow
- 25. Oktober 2025 Dr. Frank Schmidt
Orgelübergabe am Ostersonntag
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Am Ostersonntag kamen im DenkRaum Menschen zusammen, um die offizielle Übergabe der neuen Truhenorgel zu zelebrieren. In den letzten Monaten baute der Mitteldeutsche Orgelbau A. Voigt die Orgel passend für den DenkRaum.
Nach Musik von Sebastian Schöne und Cornelia Kieschnik und einführenden Worten von Harald Bretschneider gab es ein kurzes Gebet. Nach erneuter Musik wurde zum ersten Mal die Orgel gespielt. Anschließend wurde Sekt ausgeschenkt und Osterbrote geteilt. Bei nettem Beisammensein klang der Ostersonntag im DenkRaum aus.
Vielen Dank an alle Gäste, die da waren, an den Mitteldeutschen Orgelbau A. Voigt für den Bau der Orgel und die Unterstützung von Dr. Christoph Münchow.
Wir freuen uns, einen Raum bieten zu können, der Menschen zusammenbringt und für Versöhnung steht.
Multimediatour mit der Kulturwerk Schule und dem Politischen Jugendring
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Am Donnerstagmorgen, den 30.01., trafen wir uns im Hauptbahnhof unter der großen Kuppel mit der Kulturwerk Schule und dem Politischen Jugendring. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde und der Einführung ins Thema und die Technik, starteten wir mit der Multimediatour zum Thema DDR/Friedliche Revolution. Im letzten halben Jahr hat die Klasse der KWS mit uns ein Projekt zum Mauerfall gemacht und Plakate gestaltet zu verschiedenen Ereignissen, die im Herbst 1989 in Dresden stattgefunden haben.
Nach dem Einstieg ging es vor den Eingang am Wiener Platz, wo an der Wand des Bahnhofsgebäudes eine Tafel hängt, die an die Demonstrationen dort erinnern soll (Bild 2). Von dort liefen wir zu einem Wandbild hinter dem TK-Maxx (Bild 1). Früher war es das Erste, was man gesehen hat, wenn man den Hauptbahnhof verlassen hat und begrüßte so die Besucher:innen Dresdens (Bild 3). Heute sieht man es nur, wenn man durch die Seitengassen der Prager Straße streunt und ein Auge für Historie hat.
Präsenter sind da hingegen die in die Steinplatten eingemeißelten Namen der Mitglieder der Gruppe der 20, mitten auf der Prager Straße. Groß steht „8. Oktober 1989“ da und daneben die Namen und das Ereignis. Hier wird an die Gründung der Gruppe der 20 erinnert (Bild 4)
Ein längerer Fußmarsch führte uns zur Kreuzkirche, wo ein Denkmal errichtet wurde, um den Anfängen der Bewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ zu gedenken und allen Friedensgebeten und
-demonstrationen, die in beziehungsweise vor der Kreuzkirche stattfanden. Von hier ging es schließlich in den Kulturpalast – mit Blick auf den Altmarkt – um einen Vergleich zu PEGIDA zu ziehen. Bevor sich die Bewegung aufgelöst hatte, gingen sie regelmäßig montags auf die Straße und versuchten so am Ideal der Montagsdemonstrationen aus der DDR festzuhalten – was einmal zur Revolution führte, kann ja auch wieder dorthin führen – nur dass PEGIDA ganz andere Forderungen hatte und die Bundesrepublik Deutschland als Diktatur darstellt.
Mit viel positivem Feedback kam die Stadttour im Kulturpalast zum Ende. Vielen Dank für das interaktive Angebot, Dresden historisch kennenzulernen.
Weitere Informationen zur Multimediatour finden Sie hier.
Dr. Münchow-Stiftungsfonds für Veranstaltungen im DenkRaum Sophienkirche
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Christoph Münchow hat sich Anfang des Jahres 2024 zur Errichtung eines Stiftungsfonds zugunsten des DenkRaums Sophienkirche entschlossen und einen hohen Betrag als Erststifter eingesetzt. Mit den Erträgen des Fonds möchte er Veranstaltungen im DenkRaum ermöglichen. Der Stiftungsfonds trägt seinen Namen, auch weil er selbst ein prägender Pfarrer und vielfach Engagierter der evangelischen Landeskirche ist - und die Bürgerstiftung ihn davon überzeugen konnte.
Nach seiner Motivation für sein Stiften für den DenkRaum gefragt, antwortete er uns Folgendes: „Als Schüler haben mich die hohen Wände der Ruine der Sophienkirche am Postplatz vor dem befohlenen Abriss beeindruckt. Später entdeckte ich, wie viele prägende soziale, geistige und geistliche Impulse von hier ausgingen, aber auch wie schnell das Kirchengebäude zerstört wurde und wieviel Engagement und Energie das Wiederaufbauen des DenkRaums Sophienkirche erfordert. Ich möchte mit dem Stiftungsfonds dazu beitragen, dass - als Teil des Lebens im DenkRaum - mit Vorträgen, Diskussionen, Friedensgebeten und kirchenmusikalischen Veranstaltungen viele Jüngere und Ältere jetzt für den Frieden, für die immer schwierige Versöhnungsarbeit und für den Gemeinsinn interessiert und motiviert werden. Sie sind ebenso willkommen wie weitere Zustiftungen.“
TV-Beitrag zum Schülerprojekt im DenkRaum
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„Besonderes Schülerprojekt geplant: Ausstellung im DenkRaum Sophienkirche“ So betitelte der MDR den unlängst gesendeten Beitrag zum derzeitigen Schülerprojekt im DenkRaum. Drei verschiedene Schulen erarbeiten und gestalten eine Ausstellung zum Thema „35 Jahre Friedliche Revolution in Dresden“. Die Idee ist dabei die Situationen greifbarer und vor allem zugänglicher für junge Menschen zu machen – ob als Social-Media-Post in Plakatform, für den man sich in die Rolle der Menschen damals hineinversetzen muss oder als Miniaturmodell zu ausgewählten Ereignissen der damaligen Zeit. Die Jugendlichen haben die Chance sich kreativ auszuleben, parallel dazu etwas über die Dresdner Geschichte zu lernen und dabei etwas ganz Eigenes zu schaffen, was sogar ausgestellt wird. Jedes einzelne Projekt – ob Ausstellungstafel oder Modell – wird ab 9. November im DenkRaum der Öffentlichkeit präsentiert. Neben viel anschaulichem Material zur Vorbereitung, gab es auch Zeitzeugengespräche, wo sie ganz persönliche und auch emotionale Einsichten bekamen. Der Beitrag zeigte nun ein Gespräch mit der Zeitzeugin Frau Stapf sowie verschiedene Vorstufen der geplanten Ausstellungstafeln direkt am außerschulischen Lernort DenkRaum Sophienkirche, interviewte einzelne Schülerinnen und Schüler, die Lehrerin der Kulturwerkschule Jördis Wipfler und den damaligen FSJler der Bürgerstiftung Louis Piegholdt. Leider reichte die Sendezeit längst nicht für alle Aufnahmen. Danke daher auch an alle nicht gezeigten Beteiligten, wie die Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums und den Zeitzeugen Harald Bretschneider und Gudrun Hensling.
Das Video wurde am 28.09. im Sachsenspiegel ausgestrahlt.
Ein weiteres Video wurde am 13.11. ausgestrahlt, in dem die Ausstellungseröffnung gezeigt wurde und auch noch einmal ein paar Einblicke in den Prozess des Projekts gegeben werden.
Eröffnung des Dresdner Nagelkreuzjahres mit dem Organisten Matthias Eisenberg | 29. September 2024
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Am internationalen Nagelkreuzsonntag, dem 29. September 2024, wird das neueste der fünf Dresdner Nagelkreuzentren, der DenkRaum Sophienkirche, das Dresdner Nagelkreuzjahr eröffnen.
Die weltweite Nagelkreuzgemeinschaft hatte 2019 angeregt, jährlich jeweils am letzten Sonntag im September einen Nagelkreuzsonntag zu feiern. Dieser Termin orientiert sich bewusst an dem Michaelisfest, einem altkirchlichen Feiertag, der dem Erzengel Michael gewidmet ist und nach dem auch die Kathedrale Coventry, St. Michael's Cathedral, benannt ist.
Alle 270 Nagelkreuzzentren weltweit, darunter die 75 deutschen Nagelkreuzzentren, sind deshalb eingeladen, am Sonntag, 29. September 2024, mit einer gemeinsamen Liturgie Gottesdienst zu feiern und so ein Zeichen der Einheit und der Verbundenheit zu setzen.
In Dresden gibt es die Besonderheit von fünf Nagelkreuzzentren:
die Evangelische Diakonissenanstalt (seit 1965), die Kreuzkirche (seit 1986), die Frauenkirche (seit 2005), die Schifferkirche "Maria am Wasser" (seit 2006) und die Gedenkstätte "DenkRaum Sophienkirche" (seit 2020).
Bei unserem Engagement für ein friedliches und gerechtes Miteinander in der Gesellschaft fühlen wir uns dem weltweiten Netzwerk der Friedens- und Versöhnungsarbeit verbunden, das von der St. Michael’s Cathedral in unserer Partnerstadt Coventry ausgegangen ist.
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Programm zum Nagelkreuzsonntag 29. September 2024 ab 11 Uhr:
Orgelkonzert mit KMD Professor Matthias Eisenberg verbunden mit der Nagelkreuzandacht von Pfarrerin Ulrike Birkner-Kettenacker unter Mitwirkung aus den 5 Dresdner Nagelkreuzzentren und einer Kostprobe der Tanzperformance "Um-Wege" des ArtRose Ensembles e.V. unter Leitung von Prof. Dr. Jenny Coogan.
Weitere Aufführungen "Um-Wege" des ArtRose Ensembles e.V. finden statt am 3. und 4. Oktober um 17 Uhr, sowie am 5. Oktober um 15 Uhr im DenkRaum Sophienkirche.
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Unsere regelmäßigen Nagelkreuzandachten nach der Liturgie der Kathedrale von Coventry finden stets sonnabends um 15 Uhr im DenkRaum Sophienkirche statt.
Kooperation Bürgerstiftung Dresden – BSZ „Friedrich Siemens“ Pirna
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Der DenkRaum Sophienkirche versteht sich seit seiner Eröffnung im Oktober 2020 als außerschulischer und partizipativer Lernort für Menschen jeden Alters. In diesem Rahmen werden im DenkRaum häufig Bildungsprojekte durchgeführt. Ein hervorragendes Beispiel dafür war ein „Generationendialog“ im vergangenen Jahr zum Thema „70 Jahre Dynamo – Fußball und Demokratie“, wo unter anderen der ehemalige Dynamo-Spieler Ralf Minge mit Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Schulzentrum „Friedrich Siemens“ Pirna ins Gespräch gekommen ist. Für uns als DenkRaum Sophienkirche ist es wichtig neben Regel- und Alternativschulen auch mit Berufsschulen zusammen zuarbeiten.
Am 31. Mai 2024 hat die Bürgerstiftung Dresden die Kooperation mit dem BSZ „Friedrich Siemens“ im feierlichen Rahmen beschlossen und eine Vereinbarung unterschrieben, diese sieht eine langfristige Kooperation im Rahmen von Jugendprojekten vor. Wir freuen uns auf die Arbeit mit dem BSZ und die gemeinsame Weiterentwicklung der Zusammenarbeit!

Foto: Anja Schneider
Igor Bastian (links), Schulleiter BSZ Pirna ; Katrin Sachs (rechts), Geschäftsführerin Bürgerstiftung Dresden
Freude und Dankbarkeit über die Förderzusage der Bundesstiftung Aufarbeitung
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Am 14. Februar 2024 hatte die Bürgerstiftung Dresden Gewissheit: Mit dem Förderbescheid der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ konnte ein neues Schulprojekt beginnen. Dessen Anlass ist das 35-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution im November dieses Jahres.
Das Projekt trägt den Namen: „'Wie war das damals?' 35 Jahre Friedliche Revolution, Schülerinnen und Schüler gestalten eine Ausstellung im DenkRaum Sophienkirche“. In Workshops und Projektwochen setzen sich junge Menschen zwischen 13 und 26 Jahren mit dem Thema der Friedlichen Revolution in Dresden auseinander. Dabei sollen zehn Ausstellungswände zu verschiedenen Schlüsselereignissen des Jahres 1989 erarbeitet werden. Die Eröffnung der Ausstellung ist für den 8. Oktober 2024 im DenkRaum Sophienkirche geplant.
Für das Projekt wurden Kooperationen mit der Straßenschule Dresden, der KulturWerkSchule Dresden, der Semper Oberschule Dresden und der Dresden International School geschlossen. Zum Einstieg hat das Team der Bürgerstiftung mit den Schülerinnen und Schülern der vier Schulen bereits "Generationendialoge" durchgeführt, um ihnen das Thema der Friedlichen Revolution näherzubringen. Im nächsten Schritt ist es Ziel, Gruppen von Schülerinnen und Schülern zu finden, die sich einzelnen Aspekten der Friedlichen Revolution widmen wollen. Die Ausstellung soll während des Winters auch in den Schulen zu sehen sein.
Besonderer Dank gilt der Bundesstiftung Aufarbeitung mit ihrer Direktorin Dr. Anna Kaminsky für die Genehmigung des Förderantrags. Aktiv unterstützt hat die Beantragung des Schulprojekts Stiftungsrat und Pfarrer Harald Bretschneider, der sich seit Ende der 1960er Jahre in der kirchlichen Friedens- und Jugendarbeit engagiert, und der bei der Friedlichen Revolution 1989 u.a. Mitglied der „Gruppe der 20“ war. Der Dresdner Bundestagsabgeordnete Lars Rohwer setzte sich ebenfalls für das Schülerprojekt ein, vor allem für den Vorab-Besuch von Frau Kaminsky in Dresden.
Der DenkRaum Sophienkirche versteht sich ausdrücklich als außerschulischer und partizipativer Lernort, welcher inmitten der Dresdner Altstadt die Möglichkeiten des Erfahrens, Begreifens und Verstehens von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bereichern möchte. Der DenkRaum steht hierbei allen Jugend- und Schulgruppen offen, um sich fächerübergreifend der Stadt- und Landesgeschichte zu nähern.

© Bürgerstiftung Dresden
Projektteam der Bürgerstiftung Dresden (von links nach rechts): Christian Curschmann, Louis Piegholdt, Fritz-Ulrich Hanner und Geschäftsführerin Katrin Sachs.
Vergangene Veranstaltungen im DenkRaum Sophienkirche
Hier finden Sie die vergangenen Veranstaltungen im DenkRaum Sophienkirche.
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