Programm & Aktuelles

Herzlich Willkommen im DenkRaum Sophienkirche! Der DenkRaum ist ein ‚Work in progress‘ Projekt. Seine Entstehung ein kleines Wunder und Zeugnis der Kraft bürgerschaftlichen Engagements. Programmatik und Akzente werden sich im Zuge des Betriebs entwickeln, wir werden mit der Zeit und den Bedürfnissen gehen. Bleiben Sie gespannt und besuchen Sie uns!

Der DenkRaum Sophienkirche versteht sich als Begegnungsort inmitten der Stadt. Welche Veranstaltungen, Vorträge, Diskussionsrunden und Aktionen im DenkRaum stattfinden werden, finden Sie an dieser Stelle.

                      Aktuelles

Hier finden Sie einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen.

Das Nagelkreuz von Coventry – Miteinander Schritte zur Versöhnung und zum Frieden lernen


Jeden Samstag um 15 Uhr findet im DenkRaum eine Nagelkreuz-Andacht statt. Zusätzlich ist der DenkRaum samstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet und im Anschluss der Andacht erfolgt eine Führung durch den DenkRaum.

Das Nagelkreuz von Coventry ist ein Zeichen der Versöhnung. Ulrike Birkner-Kettenacker, Mitglied im Vorstand der Fördergesellschaft und eine der Botschafterinnen für britisch-deutsche Verständigung haucht erneut einem Nagelkreuzzentrum von Dresden Leben ein. Der DenkRaum ist das jüngste von diesen fünf Zentren in Dresden. Frau Birkner-Kettenacker wird immer um 15 Uhr der Versöhnungsarbeit mit ihrem Team von Ehrenamtlichen ein lebendiges Gesicht verleihen.

Herzlich eingeladen, sich auf diese spezielle Art der Andacht einzulassen, ist jede Besucherin und jeder Besucher sowie jede und jeder interessierte Dresdnerin und Dresdner.

Das Programm aller Nagelkreuzzentren finden Sie unter: www.nagelkreuz.org

Kontakt Pfarrerin Ulrike Birkner-Kettenacker: ulrike.birkner-kettenacker@t-online.de

Impressionen zur Museumsnacht

Auch in diesem Jahr öffnete der DenkRaum zur Museumsnacht zusätzlich bis Mitternacht. Angeboten wurden drei öffentliche Führungen. Zahlreiche Interessierte nutzten die Möglichkeit in den Abendstunden mehr zur Sophienkirche und dem DenkRaum zu erfahren.

Hier einige Einblicke:

Vielen Dank an alle Beteiligten!

Aufruf

Die Bürgerstiftung Dresden und der DenkRaum Sophienkirche suchen historische Aufnahmen (Fotografie und Filmaufnahmen) der Sopienkirche, aus verschiedenen Perspektiven und Epochen, um unsere Sammlung zu erweitern. Falls Sie solche von uns gesuchten Aufnahmen in ihrem Archiv finden schreiben Sie uns gerne per E-Mail oder rufen Sie uns an.

Unser Ziel ist mit der Hilfe von Projektpartnern ein Computermodell der Sophienkirche zu erstellen und mit dem Einsatz von VR-Brillen die Sophienkirche in den verschiedenen Zeitperioden wieder zum Leben zu erwecken.

Kontakt:

Telefon: 0351 315 81 17

E-Mail: curschmann@buergerstiftung-dresden.de

Post: Bürgerstiftung Dresden, Barteldesplatz 2, 01309 Dresden

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Kooperation mit der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte


Die Dresdner Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) und der DenkRaum Sophienkirche wollen künftig zusammenarbeiten.

Die Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte ist eine zentrale Einrichtung der TU Dresden. Unter ihrem Dach sind verschiedene Forschungsprojekte zu religiösen Orden und Klöstern vereint.

Da der DenkRaum an die wechselhafte Geschichte der Sophienkirche erinnern soll, die als Klosterkirche der Franziskaner entstand, freuen wir uns sehr über diese Möglichkeit der Kooperation. Als erste Ergebnisse sollen Bildungsangebote entstehen, mit denen die regionale Geschichte der Franziskaner, aber auch weiterer Klöster beleuchtet wird. Ein Schwerpunkt wird darauf liegen, studentische Forschungen zu präsentieren.

          Vergangene Veranstaltungen

Hier können Sie nachlesen, welche Veranstaltungen im DenkRaum
                 in der Vergangenheit stattgefunden haben.

Wandelkonzert im DenkRaum Sophienkirche am 03. Oktober 15:30 Uhr: "Friedensprojekt Europa"

von Sängerinnen und Sängern der Studienstiftung des deutschen Volkes im Rahmen des Projekts "gemeinsamVOKAL in Dresden"

Für das Projekt „gemeinsamVOKAL in Dresden“ proben ca. 40 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland Chorstücke, welche sich mit der Geschichte Dresdens, Deutschlands und Europas beschäftigen: Stücke zu Dresden als Teil eines wiedervereinigten Deutschlands im „Friedensprojekt Europa“.

Im Rahmen eines Wandelkonzertes führt gemeinsamVOKAL die geprobten Stücke an verschiedenen öffentlichen Orten Dresdens als „musikalische Stadtführung“ auf. Die Konzertmoderation erläutert dabei jeweils die historischen/dramaturgischen Zusammenhänge zwischen Musik und Ort. Das Publikum bildet sich aus Gästen, die das ganze Wandelkonzert begleiten, und Menschen, die spontan stehen bleiben oder mitkommen. Eine Hoffnung der Ausführenden ist dabei, Menschen verschiedenster Herkunft auf
diesem Wege mit der „Universalsprache“ Musik und einem friedlichen, pro-europäischen Geist zu erreichen. Ab 15:30 singen die Sängerinnen und Sänger gemeinsam einige Vokalsätze im DenkRaum.

 

Nominierung des Entwurfs für den Denkraum Sophienkirche

Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2022

Der diesjährige Sächsische Staatspreis für Baukultur des Sächsischem Staatsministerium für Regionalentwicklung lief unter dem Thema „ORTE DES MITEINANDERS - LEBENDIG UND VERBINDEND“ und ist der bedeutendste Preis für Architekten, Planer und Bauherren in Sachsen. Über 70 Bewerbungen aus ganz Sachsen wurden dafür eingereicht, unter anderem auch der Entwurf der Busmannkapelle vom Architekturbüro Gustavs und Lungwitz. Dabei wurde der Entwurf bei der Preisverleihung am 12. Juli 2022 nominiert. Den Auszug aus der Broschüre vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung finden sie auch digital unter: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/40812

 

 

14. September 19 Uhr: "Ich lerne alles, auch das Schießen. Aber ich schieße nicht."

Eva Maria Zehrer im Gespräch mit Dr. habil. Karl Zehrer

Karl Zehrer, Pfarrer der Evangelisch-methodistischen Kirche, war an den politischen
Umbrüchen Ende der 1980er Jahre maßgeblich beteiligt. Geboren wurde er 1932 im
thüringischen Triebes und arbeitete in jungen Jahren als gelernter Schuhmacher. Durch Zufall
begegnete er einer methodistischen Gemeinde – und fand in der Kirche eine Heimat.
Er absolvierte ein Theologiestudium und wurde Pfarrer, mit Stationen in Thüringen, Sachsen-
Anhalt und Sachsen. Den Mitgliedern seiner stets großen Gemeinden stand er als Seelsorger
und Gesprächspartner zur Seite, noch neben dem Beruf promovierte und habilitierte er. Und
wurde im Nebenamt Dozent für Kirchengeschichte an der Theologischen Ausbildungsstätte
der Evangelisch-methodistischen Kirche, außerdem verfasst er mehrere Bücher.
„Mein Vater war unliebsam zu DDR-Zeiten. Dass er sich dem staatlichen Druck nicht beugte,
sondern trotz Repressionen bei seinem Weg blieb – diese klare Haltung hat uns als Kinder
sehr geprägt“, sagt Eva-Maria Zehrer. Die Theologin und Referentin der Sächsischen
Landeszentrale für politische Bildung moderiert seit 2021 eine Veranstaltungsreihe im
DenkRaum Sophienkirche, zu der sie Zeitzeugen und Akteure der DDR-Geschichte einlädt.
Dass dieses Mal ihr eigener Vater zu Gast ist, geht unter anderem auf den Vorschlag von
Pfarrerin i.R. Ulrike Birkner-Kettenacker zurück, der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden
der Fördergesellschaft des DenkRaums Sophienkirche. „Er ist eine äußerst beeindruckende
Persönlichkeit“, erklärt die Pfarrerin. „Und wir wollten dem Publikum unserer Zeitzeugen-
Reihe die Möglichkeit bieten, ihm zu begegnen.“ Pfarrer Dr. Karl Zehrer ist auch mit 90 Jahren
noch als Autor aktiv, hält Vorträge und Gottesdienste in Vertretung.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Bürgerstiftung Dresden mit der Sächsischen
Landeszentrale für politische Bildung. Neben dem Gespräch bietet der Abend in der
Busmannkapelle auch ein musikalisches Programm mit dem Saxophonisten Frank Nestler
und Johannes Korndörfer am E-Piano.

11. September Tag des offenen Denkmals

Unter dem Motto "Kulturspur" bietet der DenkRaum Sophienkirche zwischen 12 und 18 Uhr die Möglichkeit sich umfassend zu informieren.

14:00 Uhr Eberhard Münzner: "Spurensuche - Die ehemalige Fürstenkrypta von Hans Erwein unter der Busmannkapelle der ehemaligen Sophienkirche in Dresden"

15:30 Uhr Führung mit Harald Bretschneider OLKR i.R.

31. August: Wanderung der Bürgerstiftung Dresden zum DenkRaum Sophienkirche

Die Bürgerstiftung Dresden wanderte im Rahmen eines Betriebsausflugs am 31. August von Blasewitz bis zum DenkRaum. Dort angekommen zeigte Christian Curschmann bei einer kleinen Führung die spannende Geschichte hinter dem DenkRaum vom Franziskaner Kloster über die Zerstörung, dem Abriß 1962/63 bis hin zur Wiedereröffnung als DenkRaum wie man ihn heute kennt. Ein Großteil des Teams der Bürgerstiftung nutze die Gelegenheit, sich das operative Projekt der Bürgerstiftung Dresden einmal von der Nähe aus anzuschauen.

Mi. 6. Juli, 19 Uhr „Die Schillergruft“

Gespräch und Lesung mit dem Schriftsteller und Künstler Jürgen Hultenreich

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  • 1948 in Erfurt geb, in Thüringen aufgewachsen, später Berlin
  • 17jährig Fluchtversuch aus der DDR, gefasst und inhaftiert
  • In der Haft den Vernehmern gegenüber immer nur mit Schillerzitaten geantwortet, was ihm eine Einlieferung in die Psychiatrie einbrachte (davon handelt das Buch des Abends: "Die Schillergruft")
  • Lehre als Schaufensterdekorateur, danach Musikstudium und Bassist bei der "Modern Blues Band". Später noch Ausbildung zum Bibliothekar.
  • Aus der DDR ausgewiesen.
  • Als Schriftsteller erfolgreich mit einer breiten Palette an Themen, z.B. Monographien über E.T.A. Hoffmann und über F. Hölderlin, Aphorismen- und Lyrikbände
  • Zeichnet außerdem und ist mit Ausstellungen hervorgetreten

 

Moderation:     Eva-Maria Zehrer

Musik:              Frank Nestler, Saxophon

                        Johannes Korndörfer, E-Piano

 

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Der Eintritt ist frei - um Spenden wird gebeten!

Museumsnacht Dresden

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Auch in diesem Jahr öffnen über 40 Museen in Dresden ihre Türen zu einem ganz besonderen Sommerabend. Verschlossene Depots werden geöffnet, seltene Apparate setzen sich in Bewegung und Sonderführungen an allen Orten geben Einblick in die Geheimnisse der Dresdner Schatzkammern.

Auch wir als DenkRaum öffnen am 2. Juli unsere Tore und bieten Ihnen die Möglichkeit den DenkRaum bei Nacht zu entdecken. Wir haben von 18 bis 24 Uhr geöffnet und bieten Ihnen die Möglichkeit an öffentlichen Führungen um 18, 20 und 22 Uhr teilzunehmen. Im Raum der Stille wird ein Film von Ernst Hirsch laufen, welcher von der Geschichte der Sophienkirche und des DenkRaums handelt. Außerdem wird der DenkRaum an diesem Abend von Schüler*innen betreut, die sich um die Besucher*innen kümmern werden.

Führung 18 Uhr: Dr. Frank Schmidt, Leiter des Kunstdienstes der EVLKS

Führung 20 Uhr: Harald Bretschneider, OLKR (i.R.)

Führung 22 Uhr:

Die Teilnehmerzahlen der Führungen sind begrenzt auf 20 Personen. Gern können Sie sich anmelden unter info@denkraum-sophienkirche

Kommen Sie gerne vorbei, wir würden uns freuen!

 

8. Juni, 19:00 Uhr Lesung und Gespräch mit Jörg-Martin Pönnighaus

Auf der Suche nach der unendlichen Zeit

Eva-Maria Zehrer im Gespräch mit Jörg-Martin Pönnighaus, Arzt und Dichter

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Eins von beidem wäre schon genug für ein ganzes Leben. Aber Jörg Pönnighaus ist beides – Arzt und Dichter – und das eine ist ohne das andere schwer vorstellbar. Als Arzt in Afrika und Indien hat er viel Leid erlebt, eine Menge Ignoranz und noch mehr Wegduckerei. Er denkt täglich über solche Dinge nach. Und kommt zu Einsichten, die uns nicht immer gefallen werden.

Die Lesung wird musikalisch begleitet durch Frank Nestler (Saxophon) und Johannes Korndörfer (E-Piano).

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Der Eintritt ist frei - um Spenden wird gebeten!

4. Mai 19:30 Uhr DenkRaum Sophienkirche

Jubiläum - Zum 100. Geburtstag von Iannis Xenakis.

Konzert mit Regine Müller - Klarinette, Andreas Winkler - Violine und Miguel Blanco Puente - Violoncello

Eintritt frei - um Spenden wird gebeten

Das Konzert ist einem der bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewidmet, Iannis Xenakis, dessen interdisziplinäres Werk einen seit Jahren anhaltend großen Einfuss auch auf die junge Musikergeneration (bis in den Bereich des Jazz und der Electronic hinein) ausübt. Seine mit Hilfe mathematischer Modelle entwickelten Kompositionen haben die elementare Gewalt von Naturereignissen und setzen enorme, den Hörer überwältigende Energien frei. Seinen Kompositionen liegen zuweilen auch visuelle Vorstellungen zugrunde, die Xenakis in musikalische Partituren oder elektroakustische Klänge verwandelt. Hier berühren sich der Komponist (Schüler von Olivier Messiaen) mit dem Architekten (Assistent von Le Corbusier).
Iannis Xenakis musikalischen Ideen waren visionär. Die gegenseitige Durchdringung von Musik, Architektur, Elektronik und Mathematik bestimmte sein Werk. So wirken seine Klangwelten überaus aktuell und sind sowohl für den Neue-Musik-Kenner als auch für den aufgeschlossenen Laien gleichermaßen mit Gewinn hörbar und nachvollziehbar. „Klänge wie Scharen von Sternschnuppen“, „Durch den Raum wandernde Tonwolken“ und „Komponierte Landschaften“ sind nur einige Attribute, die seiner Kunst anhaften.
Der 100. Geburtstag soll ein Anlass sein, um die Utopien von Iannis Xenakis wieder in die Gegenwart zu holen. Passend zu den Werken von Xenakis werden weitere Werke von zeitgenössischen Komponisten erklingen, die den Blick auf das Werk von Iannis Xenakis ergänzen.
 
Iannis Xenakis - Dhipli Zyia (1951)
Iannis Xenakis - Hunem-Iduhey (1996)
Iannis Xenakis - Charisma (1971)
Iannis Xenakis - Mikka (1971)
Iannis Xenakis - MikkaS (1976)
Christian FP Kram - xemanacharikis (2012)
Knut Müller - ISIMU (2012)
Friedemann Stolte - was wir nicht wissen (2022)
Tobias Schick - Neues Werk (2022)
 
Iannis Xenakis wurde 1922 als Sohn griechischer Eltern in Rumänien geboren, ging zum Studium nach Athen, schloss sich im zweiten Weltkrieg dem Widerstand an, wurde schwer verletzt und konnte schließlich nach Frankreich fliehen. In Paris arbeitete er im Büro des berühmten Architekten Le Corbusier und setzte zeitgleich seine Musikstudien bei Olivier Messiaen fort. Sein aus architektonischen Modellen entwickeltes Orchesterwerk „Metastaseis“ machte ihn mit einem Schlag bekannt. Von da an entwickelte er ein kontinuierlich wachsendes Œuvre mit Kompositionen vom gigantisch besetzten Orchester, vom elektronischen Licht-Klang-Spektakel bis hin zum Solostück. Iannis Xenakis starb 2001 in Paris.

Ehrenamtstreffen und Weiterbildung

Am 11.März fand das erste Ehrenamtstreffen im neuen Jahr statt. Wir hatten Ende des letzten Jahres ein Treffen geplant, jedoch machte Corona uns ein Strich durch die Rechnung. Deswegen mussten wir einen neuen Termin finden, an dem das Ehrenamts-Team die Chance bekamen sich zu sehen, sich fortzubilden und neue Mitstreiter kennenzulernen.

Albrecht Hoch ein Gästeführer und Historiker aus Dresden führte die Gruppe rund um den Postplatz und zeigte dem Team verschiedene interessante Bauten wie z.B. den Cholerabrunnen, den Kulturpalast oder den Standort der ehemaligen Postzentrale. Sie erfuhren vieles, was sie zuvor nicht wussten, oder sahen Detail, die selbst einige alt eingesessene Dresdnerinnen und Dresdner noch nicht wahrgenommen hatten.

Wir konnten Dank mitgebrachter Bilder hautnah die vielen Veränderungen am Postplatz erleben. Letztendlich wurde uns eine sehr spannende Führung geboten, die von erstaunlich vielen Ehrenamtlichen genutzt wurde, sicherlich auch deshalb, da es das erste Treffen seit Herbst 2021 gewesen war und somit für die Ehrenamtlichen eine Möglichkeit des Austausches gab. Da der DenkRaum am 19. April wieder regelmäßig geöffnet ist, werden jetzt wieder häufiger Ehrenamtstreffen stattfinden.

Dresdner Gedenkweg am 13. Februar 2022

Auch in diesem Jahr findet der Dresdner Gedenkweg statt, dieser leistet seit 2010 einen Beitrag zum Erinnern wider das Vergessen am 13. Februar, dem Schicksalstag für Dresden. Die Teilnehmer*innen erleben gemeinsam authentische Orte und hören dort zeitgenössische Texte. Die unterschiedlichen Aspekte des Tages werden erfahrbar. Jede Station vermittelt einen eigenen, an anderer Stelle schwer nachzuvollziehenden Eindruck. Die Menschen können jeweils die auf diesen Ort gerichtete Textlesung hören oder in Stille verharren.

Stationen:

Ab 18:15 Uhr – Synagoge – „Großer Trauernder Mann“ von Wieland Förster am Georg-Treu-Platz – Trümmerstück der Frauenkirche an der Nordseite der Frauenkirche – Gedenkort Altmarkt Südseite – Trümmerfrau vor dem Rathaus – „Steine des Anstoßes“ Südseite der Kreuzkirche , Erinnerung an "Schwerter zu Pflugscharen", die Ökumenische Versammlung und den 8. Oktober – DenkRaum Sophienkirche – Frauenkirche – Ende ca. 20 Uhr

Veranstalter:

Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V.

Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e. V.

Weiterbildung und Ehrenamtswürdigung


Der Projektkoordinator des DenkRaums Christian Curschmann und das Ehrenamts-Team des DenkRaums haben gemeinsam auf die erste Saison mit regelmäßigen Öffnungszeiten zurückgeblickt. Seit Juli 2021 hat der DenkRaum regelmäßig für alle Dresdnerinnen und Dresdner sowie für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet, was ohne die engagierte Arbeit von unserem Ehrenamts-Team so nicht möglich gewesen wäre.

Am Freitag, den 15.10.2021 wurden deshalb als Abschluss der Saison und als Dankeschön an alle Ehrenamtlichen eine Weiterbildung und ein gemütliches Beisammensein organisiert. Für viele war es die erste Möglichkeit, das gesamte Team kennen zu lernen und neben einem kleinen Geschenk zum Dank gab es ein gemeinsames Essen und die Gelegenheit, sich über die vergangene Saison auszutauschen.

Die Weiterbildungen für alle Ehrenamtlichen sollen ab sofort regelmäßig stattfinden. Sie sollen die Ehrenamtlichen auf ihren Dienst im DenkRaum vorbereiten. Neben geschichtlichen Hintergründen sollen unter anderem auch Vortragstechniken vermittelt werden.

Generationendialog mit der Schillerschule Dresden-Loschwitz


Was bedeuten die komplexen Begriffe Frieden und Freundschaft und was bedeuten sie unterschiedlichen Generationen? Wodurch werden Frieden und Freundschaft bedroht und wie kann diesen Bedrohungen und Schwierigkeiten begegnet werden?

Diesen Fragen widmete sich der Generationendialog mit einer fünften Klasse der Schillerschule Dresden-Loschwitz im DenkRaum Sophienkirche. Neben den Gesprächen zwischen den Teilnehmenden trug auch der Ort, an dem der Dialog stattfand, zum Nachdenken über die Themen Frieden und Freundschaft bei, da die Gedenkstätte selbst ein Ort aktiver Friedensarbeit ist.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Schillerschule bei dem ersten Treffen am 15.10.2021 Gelegenheit hatten, sich mit den Senioren auszutauschen und über die Themen Frieden und Freundschaft nachzudenken sowie den DenkRaum kennen zu lernen, war im November ein zweites Treffen geplant, welches im Frühjahr 2022 nachgeholt wird.

Generationendialog zum Thema Freundschaft und Frieden I Foto: B. Pietzcker

Der DenkRaum Sophienkirche beim Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021


Unter dem Motto „Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ hatten wir am Sonntag den 12. September von 11 bis 18:00 Uhr geöffnet und luden, wie viele andere Denkmäler in Dresden und ganz Deutschland, herzlich zu uns ein.

Angeboten wurden Spezialrundgänge zum Thema Architektur und Transparenz und eine filmische Dokumentation zur Sophienkirche von Ernst Hirsch.

Über 200 Besucherinnen und Besucher waren an diesem Tag zu Gast im DenkRaum.

Im Zuge des Tages des offenen Denkmals machte sich ein Fotograph auf Spurensuche nach Spolien am Dresdner Neumarkt und darum herum. Dabei entdeckte er auch einige im DenkRaum Sophienkirche. Wenn Sie wissen möchten, was Spolien sind und welche es um den Dresdner Neumarkt zu finden gibt, gehen Sie auf folgenden Link und scrollen Sie nach unten bis zu dem Beitrag "Spolien am Dresdner Neumarkt – Historische Souvenirs".

https://www.dresden.de/de/kultur/denkmalschutz/tag-des-offenen-denkmals/tag-des-offenen-denkmals-2021.php

Weitere Informationen zu dem Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland finden Sie unter:
https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/

„Unverschuldete Teilnahme“ – Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Utz Rachowski


In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung veranstalteten wir am 08.09.2021 eine Lesung mit dem Schriftsteller Utz Rachowski.

Utz Rachowski ist ein deutscher Schriftsteller und Träger mehrerer renommierter Literaturpreise. Er wuchs in der DDR auf und wurde 1979 wegen fünf Gedichten und der Verbreitung verbotener Literatur zu 27 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach seiner Ausbürgerung 1980 kehrte er 1992 ins Vogtland zurück und arbeitet heute u. a. als freier Autor.
Eine Übersetzerin von Utz Rachowski beschreibt ihn als einen, der „die gesunden Reflexe eines Rebellen bei[behält], der aus einer gezielt marschierenden Menge herausgeht“.
 
Wir haben uns sehr gefreut, ihn als Gast bei uns begrüßen zu dürfen. Er las aus seinem poetischen Lebenswerk sowie aus einigen seiner Essays und Prosatexten.
 
 

Der DenkRaum Sophienkirche bei der Museumssommernacht am 24. Juli 2021


Nach unseren regulären Öffnungszeiten von 12 bis 16 Uhr, inklusive Nagelkreuzgebet mit Harald Bretschneider OLKR a. D., öffneten wir den DenkRaum am 24. Juli erneut von 18 bis 24 Uhr.

Angeboten wurden neben einer filmischer Dokumentation zur Sophienkirche von Ernst Hirsch mehrere Führungen zu den Themen "Die Geschichte der Sophienkirche", "Die Architektur ist die Botschaft" und "Zur Vergangenheit und Zukunft des DenkRaums Sophienkirche".

„Die verdrängte Zeit – die Wiederentdeckung der ostdeutschen Avantgarde" – Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Marko Martin


In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung veranstalteten wir am 07.07.2021 eine Lesung mit dem Schriftsteller Marko Martin.

Marko Martin, geb. 1970 in Sachsen, verließ aus politischen Gründen als Wehrdienstverweigerer im Mai 1989 die DDR. Heute lebt er, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Er ist Autor zahlreicher vielbeachteter Bücher.

Marko Martin, Schriftsteller und Publizist, entdeckt die ostdeutsche Avantgarde neu und zeigt, was sie uns heute noch alles sagen kann. Er beschäftigt sich damit, weshalb die Erinnerung an die Kultur des Ostens stets zwischen politisierender Analyse und unpolitischer Ostalgie gefangen ist.

Der Eintritt war kostenlos, um Spenden wurde gebeten.

Sächsischer Verdienstorden für Prof. Gerhard Glaser und Harald Bretschneider


Dresden (2. Juli 2021) – Der frühere Landeskonservator Prof. Dr. Gerhard Glaser und der Theologe und frühere Oberlandeskirchenrat Harald Bretschneider, der in den 1980er Jahren Initiator der Friedensaktion »Schwerter zu Pflugscharen« war, sind mit dem Verdienstorden des Freistaates Sachsen geehrt worden.

Bei der feierlichen Verleihung im »DenkRaum Sophienkirche« in Dresden hob Ministerpräsident Michael Kretschmer die »herausragenden Verdienste der beiden Persönlichkeiten für den Freistaat, für das friedliche Zusammenleben und Mitmenschlichkeit« hervor.

Der Architekt und Denkmalpfleger Prof. Dr. Gerhard Glaser (84) hat sich mit großer Leidenschaft, Sachkunde und Beharrlichkeit für den Erhalt, die Pflege und den Wiederaufbau wichtiger Kulturgüter im Freistaat eingesetzt – unter anderem als langjähriger sächsischer Landeskonservator.
Hervorzuheben ist zugleich sein herausragender ehrenamtlicher Einsatz insbesondere für die Bürgerstiftung Dresden und den Aufbau des »DenkRaums Sophienkirche« (Busmannkapelle). Die Sophienkirche war 1945 schwer beschädigt worden, 1962/63 wurden die Reste abgetragen. Damalige Bemühungen um den Erhalt der wiederaufbaufähigen Ruine waren vergeblich. Seit 1989 engagierten sich Bürgerinnen und Bürger für eine Erinnerungsstätte an diesem Ort. Glaser übernahm als bauverantwortlicher Denkmalexperte ehrenamtlich die Bauleitung, warb Spendengelder ein und gewann mit seiner Überzeugungskraft zahlreiche weitere Mitstreiter. Auch bei der inhaltlichen Ausgestaltung brachte er sich ein – gemeinsam mit dem Theologen Bretschneider.

Oberlandeskirchenrat i. R. Harald Bretschneider (78) war zu DDR-Zeiten als evangelisch-lutherischer Landesjugendpfarrer Sachsens besonders aktiv in der Friedens-, Umwelt und Menschenrechtsbewegung. Bekannt wurde er auch als Initiator der im Herbst 1980 entwickelten Jugend-Aktionen »Schwerter zu Pflugscharen« und »Frieden schaffen ohne Waffen« sowie der ersten Friedensdekade der DDR. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven kirchlichen Dienst engagiert er sich weiterhin in der Friedensarbeit und als wichtiger Zeitzeuge der Friedlichen Revolution.
Seit ihrer Gründung engagiert er sich für die Bürgerstiftung Dresden und übernahm zudem 2019 den Vorsitz der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche e.V.. Zu einem ganz besonderen ehrenamtlichen Projekt ist für ihn der Aufbau des »DenkRaums Sophienkirche« am ehemaligen Standort der Busmannkapelle geworden. Er soll nach Bretschneiders Überzeugung ein lebendiger Ort der Auseinandersetzung mit der Geschichte sein und zugleich dem generationsübergreifenden Austausch und der Versöhnung dienen. Er gehört als fünftes Nagelkreuzzentrum in Dresden zur weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft und steht beispielhaft für die Tatkraft und außergewöhnliche Lebensleistung von Harald Bretschneider.

Hintergrund:
Beim Sächsischen Verdienstorden handelt es sich um die höchste staatliche Auszeichnung Sachsens. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat in- und ausländische Persönlichkeiten, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Bereich zum Wohle Sachsens und der hier lebenden Menschen besonders verdient gemacht haben.

Der Sächsische Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und erstmals am 27. Oktober 1997 verliehen. Die beiden aktuell Geehrten eingerechnet, wurde der Sächsische Verdienstorden bislang an 352 Personen verliehen.

"Lichtblicke" im DenkRaum Sophienkirche


Ab dem 8. Dezember wurden vom DenkRaum Sophienkirche in der Nähe des Postplatzes aus Lichtblicke zu den Menschen in der Stadt geschickt.

Die Aktion "Lichtblicke" ist gemeinsam mit Jugendlichen und Mitarbeitenden aus Evangelischer und Katholischer Jugend entstanden. Es war ein Format für diese besondere Zeit: nicht gemacht für eine große Öffentlichkeit, sondern für die Entdecker, die in den Abendstunden am Postplatz vorbeikamen. Die Evangelische und Katholische Jugend sandten so ganz ohne physische Begegnung Lichtblicke, Inspirationen, Freude, Verwunderung und Impulse in die Stadt.

Herbstferien Spezial


10 Spezial-Führungen an 10 Tagen – Das Team des DenkRaums und der Bürgerstiftung luden vom Donnerstag, den 22. Oktober bis Sonntag den 1. November immer um 17 Uhr zu einem "Herbstferien-spezial" in den DenkRaum: auf dem Programm stand u. a. eine Filmvorführung von Ernst Hirsch zu historischen Filmaufnahmen rund um die Sophienkirche. Außerdem skizzierte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch ihr Konzept von Erinnerungskultur, Peter Schumann sprach über die Macht des bürgerschaftlichen Engagements in Dresden und Gudrun Hensling zeigte ihre Fotografien des Abbruchs der Sophienkirche 1962/63.

Rundgänge und Vorträge waren kostenfrei, um Spenden wurde gebeten.

Das vollständige Programm finden Sie hier:

Donnerstag, 22. Oktober 2020
Was heisst hier DenkRaum?

Frank Richter, Bürgerrechtler, MdL und Stiftungsrat der Bürgerstiftung Dresden

Freitag, 23. Oktober 2020
Über das Agieren mit kreativen Architekten

Hagen Grütze und Thomas Röttger, Büro für Baukonstruktionen

Samstag, 24. Oktober 2020
Meine fotografische Dokumentation des Abbruchs 1962/1963

Gudrun und Frank Hensling, Fotografie

Sonntag, 25. Oktober 2020
Junge Konzepte der Bildungsarbeit: Generationendialog und ‚Museum macht stark‘

Christian Curschmann, Projektkoordinator des DenkRaums – Bürgerstiftung Dresden

Montag, 26. Oktober 2020
Ruhetag

Dienstag, 27. Oktober 2020
Erinnerungskultur in Dresden - im Wandel?

Annekatrin Klepsch, 2. Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus

Mittwoch, 28. Oktober 2020
Das Bauen des DenkRaums

Michael Athenstaedt, Büro architektur & denkmalpflege

Donnerstag, 29. Oktober 2020
Die Macht des Bürgerschaftliches Engagements in Dresden

Dr. Peter Schumann, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Fördergesellschaft

Freitag, 30. Oktober 2020
Dresdner Filmaufnahmen rund um die Sophienkirche

Ernst Hirsch, Kameramann und Regisseur

Samstag, 31. Oktober 2020
Visionen für eine Gedenkstätte

OLKR Harald Bretschneider, Vertreter der kirchlichen Friedens- und Menschenrechtsbewegung

Sonntag, 1. November 2020
Die Sophienkirche und die Sächsische Landeskirche

Oberkirchenrat Dieter Zuber, Mitglied des Vorstands der Fördergesellschaft

Bauübergabe und feierliche Eröffnung am 9. Oktober 2020


Die Bürgerstiftung Dresden als Bauherrin und die Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden sowie die den Bau leitenden Architekten Siegmar Lungwitz, später Michael Athenstaedt und Prof. Gerhard Glaser luden nach 10-jähriger Bauzeit herzlich zu der festlichen Bauübergabe im Freien vor der Gedenkstätte ein.